Kompakt-Glossar zur Außerklinischen Intensivpflege
Wichtige Begriffe für Angehörige
In der Außerklinischen Intensivpflege (wird sowohl als AKI oder AIP abgekürzt) begegnen einem häufig viele komplexe Fachbegriffe. Damit Sie als Angehörige den Überblick behalten, haben wir in diesem Glossar die wichtigsten Begriffe aus den Bereichen Medizin, Pflegealltag in der Intensivpflege-WG und rechtliche Vorsorge für Sie verständlich zusammengefasst. Nutzen Sie diese Übersicht, um sich sicher und fundiert auf Beratungsgespräche vorzubereiten und die Versorgung Ihrer Angehörigen oder Ihres Angehörigen besser zu verstehen.
Medizin & Technik
Absaugen:
Regelmäßiges Entfernen von Sekret aus den Atemwegen, wenn Bewohnerinnen oder Bewohner dies nicht selbstständig können. Ein wichtiger Routinevorgang für die Atmung.
Beatmung (invasiv/nicht-invasiv):
Unterstützung der Lungenfunktion. Invasiv erfolgt über eine Kanüle in der Luftröhre, nicht-invasiv (NIV) über eine Maske.
Monitoring:
Überwachung der Vitalwerte (z. B. Herzfrequenz, Sauerstoffgehalt) durch technische Geräte, die bei Abweichungen sofort alarmieren.
PEG-Sonde:
Magensonde, die durch die Bauchwand führt. Sie ermöglicht die sichere Zufuhr von Nahrung und Flüssigkeit.
Tracheostoma / Trachealkanüle:
Das Tracheostoma ist die Öffnung am Hals; die Trachealkanüle ist das Kunststoffrohr, das die Atemwege dort sichert.
Weaning:
Der Prozess der schrittweisen Entwöhnung vom Beatmungsgerät.
Pflege & Alltag
Bezugspflege
Ein festes Pflegeteam, das für eine bestimmte Person verantwortlich ist. Dies fördert Vertrauen und eine konstante Beziehungsqualität.
Fachkraftquote:
Gibt an, wie hoch der Anteil an staatlich examinierten Pflegekräften ist. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Intensivpflege-WG
Eine spezialisierte Wohnform mit 24-Stunden-Betreuung, die medizinische Sicherheit mit häuslicher Atmosphäre verbindet.
Rechtliches & Finanzielles
Eigenanteil:
Die Kosten für Miete, Verpflegung, Strom, die bei einem WG-Platz anfallen und von den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst getragen werden.
Patientenverfügung & Vorsorgevollmacht:
Wichtige Dokumente, mit denen Sie medizinische Wünsche festlegen bzw. eine Vertrauensperson für Entscheidungen benennen können.
Ihre nächsten Schritte – Beratung & Aufnahme
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