Vergleich der Versorgungsformen in der außerklinischen Intensivpflege

Die Entscheidung für eine bestimmte Versorgungsform hängt von den medizinischen Anforderungen, der persönlichen Lebenssituation und den räumlichen Gegebenheiten ab. Jedes Modell bietet unterschiedliche Schwerpunkte und Vorteile in Bezug auf Betreuungsschlüssel, Umfeld und Organisation. Informieren Sie sich über die drei Versorgungsformen: Außerklinische Intensivpflege in einer Wohngemeinschaft, in der Häuslichkeit oder im Pflegeheim. 

1. Intensivpflege in einer Wohngemeinschaft (WG)

In einer spezialisierten Wohngruppe für außerklinische Intensivpflege (AKI) leben mehrere Bewohnerinnen und Bewohner zusammen. Die pflegerische Versorgung erfolgt durch einen ambulanten Pflegedienst dauerhaft in der Wohngemeinschaft. 

  •   Rund um die Uhr betreut:

    Ein festes, vertrautes Team kümmert sich in den WG-Räumlichkeiten 24 Stunden am Tag liebevoll um die Bewohnerinnen und Bewohner.

  •   Sicherheit & Verlässlichkeit:

    Bei einem Ausfall von Pflegekräften ist durch unser gegenseitiges Vertretungssystem sofort für Ersatz gesorgt. Zudem profitieren Ihre Angehörigen von einem starken Netzwerk aus Haus- und Fachärztinnen und -ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Fachkliniken.

  •   Wohnen mit Wohlfühlfaktor:

    Wir bieten barrierefreie Räumlichkeiten mit individuell gestaltbaren Zimmern. Unsere WGs vereinen eine familiäre Atmosphäre sowie ein aktives Gemeinschaftsleben mit privaten Rückzugsmöglichkeiten.

  •   Selbstbestimmung im Fokus

    Das Wohlbefinden steht an erster Stelle: Selbstbestimmung und die aktive Teilhabe am Leben werden bei uns großgeschrieben.

  •   Kosten:

    Die Kosten setzen sich aus der medizinischen Behandlungspflege (Krankenkasse), der Grundpflege (Pflegekasse) sowie Miete und Haushaltsgeld zusammen.

Haben Sie Fragen zur Außerklinischen Intensivpflege in Wohngemeinschaften? Unsere erfahrenen Expertinnen und Experten aus dem Casemanagement beraten Sie hierzu gerne persönlich.

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2. Häusliche Intensivpflege (1:1 Versorgung)

Die Fachkraft kommt direkt in die eigene Wohnung der betroffenen Person.

  •   Organisation:

    Eine Pflegefachkraft ist ausschließlich für eine Patientin oder einen Patienten zuständig.

  •   Räumlichkeiten:

    Die Versorgung findet im gewohnten privaten Umfeld statt. Oft sind bauliche Anpassungen für die medizinischen Geräte nötig.

  •   Sicherheit:

    Während ihrer Schicht trägt die Fachkraft die alleinige Verantwortung für die Überwachung der Patientin oder des Patienten.

  •   Privatsphäre:

    Das häusliche Umfeld bleibt erhalten, wird jedoch durch die ständige Anwesenheit von externem Pflegepersonal beeinflusst.

3. Stationäre Intensivpflege (Pflegeheim)

Einige stationäre Pflegeeinrichtungen bieten spezialisierte Fachbereiche für Menschen mit hohem medizinischem Überwachungsbedarf an.

  •   Organisation:

    Die Versorgung ist in die Strukturen eines Heimes eingebettet.

  •   Räumlichkeiten:

    Es handelt sich um eine klinisch geprägte Umgebung mit festen Stationsstrukturen.

  •   Sicherheit:

    Es gelten die Sicherheitsstandards einer stationären Einrichtung mit ärztlicher Anbindung.

  •   Privatsphäre:

    Der Alltag ist meist stärker durch die festen Abläufe der Gesamteinrichtung vorgegeben.

Ergänzende Formen (Abgrenzung zur Intensivpflege)

Diese Formen sind für Menschen mit konstantem Beatmungs- oder Überwachungsbedarf meist nicht geeignet:

  • Klassische ambulante Pflege: Ein Pflegedienst kommt mehrmals täglich für kurze Zeiträume vorbei, um punktuelle Hilfen zu leisten. Eine ständige Überwachung der Vitalparameter ist hier nicht sichergestellt.
  • Reguläres Altenpflegeheim: Diese Einrichtungen sind auf die allgemeine Pflege im Alter ausgerichtet. Sie verfügen in der Regel nicht über die personellen Ressourcen und notwendigen Zusatzqualifikationen für eine dauerhafte intensivmedizinische Überwachung.
Avatar Männlich
“

Man hat nicht den Eindruck, du bist jetzt in einer Pflegestation oder einem Gesundheitszentrum, sondern jeder Patient hat sein eigenes Zimmer, seinen Heimbereich – das ist perfekt.

”

Thomas

Sohn einer Bewohnerin

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