Gemeinsam finden wir den richtigen Weg

Infos, Checklisten & Fragen zur Intensivpflege-WG

Woran muss ich denken, wenn meine Angehörige oder mein Angehöriger Außerklinische Intensivpflege (AKI) benötigt? Wenn ein geliebter Mensch auf Intensivpflege angewiesen ist, verändert das von einem Moment auf den anderen das gesamte Leben. Wir wissen, wie viele Fragen und Sorgen nun vor Ihnen liegen. In unseren Wohngemeinschaften bei IC Home 24 möchten wir Ihnen von Anfang an Orientierung geben und Sie und Ihre Liebsten auf Ihrem Weg begleiten  

In unseren WGs finden Bewohnerinnen und Bewohner eine hochprofessionelle medizinische und individuelle Versorgung. Dabei profitieren sie gleichermaßen von einer stärkenden Gemeinschaft und privaten Rückzugsmöglichkeiten. Auf dieser Seite finden Sie kompakte Informationen zu allen wichtigen Themen: von den zentralen Fragen zum Thema Intensivpflege über Checklisten bis hin zum Wechsel in eine Wohngemeinschaft.

Pflegefachkraft im Gespräch sitzend am Tisch

Die richtige Intensivpflege-Wohngemeinschaft finden

Bei der Auswahl der richtigen Intensivpflege-Wohngemeinschaft stehen das Wohlbefinden und die Sicherheit Ihrer Angehörigen oder Ihres Angehörigen an erster Stelle. Dafür ist eine professionelle Versorgung der individuellen Pflegebedürfnisse am Wichtigsten. Doch woran erkennen Sie eine qualitativ hochwertige Außerklinische Intensivpflege (AKI)? Die folgenden Fragen dienen als wertvolle Orientierungshilfe für das Erstgespräch mit dem Pflegedienst. So können Sie fundiert prüfen, ob die medizinische Versorgung, die Qualifikation des Personals und die Lebensqualität im Alltag Ihren Anforderungen entsprechen. 

Checkliste: Fragen für das Erstgespräch mit dem Pflegedienst

  • Personalschlüssel:
    Wie viele Pflegekräfte sind pro Schicht für wie viele Patientinnen und Patienten zuständig?

  • Qualifikation:
    Haben alle Pflegekräfte die Fachweiterbildung für Außerklinische Beatmung/Intensivpflege?

  • Therapieangebot:
    Haben Sie feste Kooperationspartner?

  • Ärztliche Betreuung:
    Welche Hausärztin oder welcher Hausarzt oder spezialisierte Fachärztin oder Facharzt (Pneumologe/Neurologe) übernimmt die Betreuung vor Ort?

  • Besuchszeiten:
    Gibt es feste Besuchszeiten oder können Angehörige jederzeit kommen (und ggf. dort übernachten)?

  • Soziale Teilhabe:
    Wie wird in der Wohngemeinschaft die soziale Teilhabe für die Bewohnerinnen und Bewohner sichergestellt?

  • Individuelle Räumlichkeiten:
    Können die eigenen Räumlichkeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner individuell gestaltet werden?

Ergänzend zu den Fragen für Ihr Erstgespräch mit einem ambulanten Pflegedienst finden Sie hier die wichtigsten Antworten rund um die Außerklinische Intensivpflege und den Alltag in unseren Wohngemeinschaften bei IC Home 24:

Was ist Außerklinische Intensivpflege eigentlich genau?

Unter der Außerklinischen Intensivpflege (AKI/AIP) versteht man eine hochspezialisierte pflegerische Versorgung, die Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen ein Leben außerhalb des Krankenhauses ermöglicht. Im Zentrum steht dabei die Übertragung klinischer Sicherheitsstandards in ein privates, häusliches Umfeld – etwa in spezialisierte Wohngemeinschaften. Dies ist besonders für Bewohnerinnen und Bewohner essentiell, die auf eine kontinuierliche Überwachung ihrer Vitalfunktionen oder auf lebenserhaltende Medizintechnik, wie beispielsweise Beatmungsgeräte, angewiesen sind. Ziel unseres Konzepts ist es, durch die Kombination aus professioneller medizinischer Expertise und einer stärkenden privaten Wohnumgebung ein hohes Maß an Lebensqualität und Sicherheit zu gewährleisten. 

Was ist der Unterschied zwischen einer Intensivpflege-Wohngemeinschaft und einem Pflegeheim?

Eine Intensivpflege-Wohngemeinschaft (oft auch als Beatmungs-WG bezeichnet) bietet ein familiäres und sicheres Zuhause für meist nur 6 bis 12 Bewohnerinnen und Bewohner. Unser Konzept der außerklinischen Intensivpflege verbindet dabei professionelle medizinische Betreuung mit hoher Lebensqualität und einem Fokus auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner. 

Wer kann in einer Intensiv-WG aufgenommen werden? Welchen Pflegegrad benötigt man für Intensivpflege?

Unser Angebot richtet sich an Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, die auf eine kontinuierliche Überwachung ihrer Vitalfunktionen angewiesen sind. Hierzu zählen Bewohnerinnen und Bewohner mit invasiver oder nicht-invasiver Beatmung, Personen im Wachkoma sowie Menschen mit schweren neurologischen Erkrankungen wie beispielsweise ALS. Da die Schwere dieser Erkrankungen den Alltag meist erheblich einschränkt, weisen die meisten Betroffenen den Pflegegrad 4 oder 5 auf.

Wer zahlt die Kosten für die Intensivpflege in einer Wohngemeinschaft?

Die Krankenkasse übernimmt die medizinische Behandlungspflege, trägt die Pflegekasse entsprechend dem individuellen Pflegegrad zur Finanzierung der pflegerischen Versorgung bei. Der Wohngruppenzuschlag kann die Gemeinschaftskosten der Wohngruppe unterstützen. Unsere Expertinnen und Experten aus dem Case Management beraten Sie gerne zu den Voraussetzungen und begleitet Sie durch den Antragsprozess, damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können.

“

Besonders schätze ich das gemütliche Arbeitsumfeld, das unsere WG bietet. Man fühlt sich hier wie im eigenen Wohnzimmer

”

Stefanie

Pflegefachkraft

Checkliste für AKI: So bereiten Sie den Übergang in die Intensivpflege-WG optimal vor

Damit der Einzugstag für Ihre Angehörige oder Ihren Angehörigen in die Intensivpflege-WG so entspannt und sicher wie möglich verläuft, ist eine gute Vorbereitung die halbe Miete. Wir unterstützen Sie dabei, an alles Wichtige zu denken.

Patient im Rollstuhl mit Pflegefachkraft die schiebt

1. Medizinische und organisatorische Sicherhei

Am Tag des Umzugs muss die medizinische Versorgung lückenlos weiterlaufen. Auch bei diesem Schritt unterstützen wir sie gern und koordinieren dies eng mit Ihnen sowie der jeweiligen Klinik, Reha-Einrichtung oder dem bestehenden Pflegeanbieter ab.

  • Hilfsmittel-Check: In Zusammenarbeit mit Medizintechnik-Partnern stellen wir sicher, dass lebensnotwendige Geräte wie Beatmungs- und Absauggeräte, Monitore und das Pflegebett bereits vor der Ankunft in der WG einsatzbereit aufgebaut sind.
  • Dokumente & Rezepte: Lassen Sie sich vom medizinischen Fachpersonal den aktuellen Medikationsplan und den Entlassungsbericht (Arztbrief) in Kopie aushändigen. Klären Sie zudem, ob die Klinik Verbrauchsmaterialien (z. B. Kanülen, Sonden-Nahrung etc.) für die ersten Tage mitgibt oder ob die Hausärztin oder der Hausarzt bereits Rezepte ausgestellt hat.
Pflegefachkraft misst Blutdruck bei Bewohner

2. Rechtlicher Rahmen & Verträge

Damit die Pflege offiziell starten kann, müssen einige Unterschriften geleistet werden. Bringen Sie bitte vorhandene Vorsorgevollmachten oder Betreuerausweise im Original oder als beglaubigte Kopie mit, damit alles Administrative schnell und unkompliziert erledigt werden kann.

  • Zwei-Säulen-Modell: Sie schließen bei uns zwei separate Verträge ab – einen klassischen Mietvertrag für den Wohnraum sowie einen Pflegevertrag für die spezialisierte 24-Stunden-Betreuung.
  • Abrechnung: Durch eine Abtretungserklärung können wir in der Regel direkt mit den Krankenkassen abrechnen, so dass hier kein  bürokratischer Aufwand für Sie entsteht
Individuell eingerichtetes Intensivpflege WG Zimmer

3. Das neue Zuhause gestalten

Unsere Wohngemeinschaften für Außerklinische Intensivpflege (AKI) sind kein Krankenhaus, sondern private Lebensräume. Wir möchten, dass sich Ihre Angehörige oder Ihr Angehöriger von der ersten Sekunde an geborgen fühlt.

  • Einrichtung: Die Zimmer werden individuell gestaltet. Bringen Sie gern vertraute Möbel wie einen Lieblingssessel, einen Schrank oder Kommoden mit.
  • Persönliche Note: Familienfotos an den Wänden, die eigene Bettwäsche oder das vertraute Radio schaffen sofort eine heimische Atmosphäre.
  • Pflege & Kleidung: Denken Sie an bequeme, weiche Kleidung (z. B. Jogginghosen, Baumwollshirts) sowie an persönliche Hygieneartikel wie das gewohnte Duschgel oder die Lieblingslotion für die Hautpflege.

4. Der Umzugstag: Ein sicheres Ankommen in der Intensivpflege-WG

Der medizinische Transport (KTW/RTW) wird von der Klinik koordiniert. Unsere Empfehlung: Seien Sie nach Möglichkeit bereits in der Wohngemeinschaft, bevor Ihr Angehöriger eintrifft. So können Sie gemeinsam mit unserem Team den Einzug begleiten und bei der Übergabe durch den Rettungsdienst dabei sein. Das gibt Ihnen und Ihrem Angehörigen zusätzliche Sicherheit.

Was bedeutet „Überleitungsmanagement“ in der außerklinischen Intensivpflege?

Das Überleitungsmanagement organisiert den nahtlosen Übergang von der Klinik in unsere Intensivpflege-WG. Wie dieser Schritt-für-Schritt-Ablauf genau funktioniert, erfahren Sie auf unserer Seite: Erste Schritte von der Klinik in die Intensivpflege-WG
Bei IC Home 24 wird das Überleitungsmanagement durch die Expertinnen und Experten aus unserem Casemanagement gesteuert. Bei Fragen nehmen Sie gerne Kontakt auf. 

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